Kichal
Traditionell zu Kirchweih

Dieses Rezept habe ich noch aus meiner Zeit als Wirtin der Klosterschenke in Weltenburg. Unser Konditor Gerhard Hopfinger hat es mir überlassen – und ER hatte es so von seiner Mutter übernommen, die schon vor ihm einige Jahrzehnte in unserer damaligen Konditorei der Schenke arbeitete.  Da sage ich heute noch gerne: DANKE Gerhard! 

Für den Hefeteig
600 g Mehl, 60 g Hefe, 220 ml lauwarme Milch, 100 g Zucker, 9 g Salz,
2 Eier, 150 g Butter, Abrieb von 1/2 Zitrone, Mark von 1/2 Vanilleschote

Und so geht’s:

Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte ein Mulde drücken. Hefe in die Mulde bröckeln, etwas lauwarme (!) Milch zugeben. Achtung: Ist die Milch zu heiß, werden die Hefezellen zerstört!
Mit etwas Mehl verrühren (Dampferl). Das Dampferl  30 Minuten an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Restliche Milch, Zucker, Salz und Eier zugeben, ebenso den Zitronenabrieb und das Vanillemark.  Alles kneten und am Ende erst die lauwarme Butter zugeben. Alles gut verkneten. Der Teig soll „Blasen werfen“, und sich leicht von der Schüssel lösen. Wieder zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig in ca. 20 gleichgroße Stücke teilen. Zu Kugeln formen, auf ein Backblech geben und noch einmal ca. 30 Minuten, zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Die Hände leicht bemehlen. Jetzt die Teigstücke vorsichtig mit den Fingern von der Mitte her zu kleinen Küchlein ausziehen. Der Rand soll dabei immer dicker sein und in der Mitte dünn.

Das Fritierfett auf ca. 170 Grad erhitzen, und die Küchel von beiden Seiten herausbacken. Dabei mit einem Schöpflöffel die Kichael immer mit etwas Fett übergießen.

Etwas auskühlen lassen, und mit Puderzucker bestreut sevieren.

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