Die "Weinstube Huber" in Hebrontshausen

Manchmal sind es die Empfehlungen der Menschen vor Ort, die zu den schönsten Entdeckungen führen. Nachdem ich auf meiner Facebook-Seite nach Gaststätten gefragt hatte, die man in der Holledau unbedingt besuchen sollte, wurde auch dieses Haus sehr oft genannt: Die Weinstube Huber in Hebrontshausen. Also machte ich mich auf den Weg.

Schon bei der Ankunft spürt man den bodenständigen Charme dieses Hauses. Direkt an der Ortsstraße gelegen, mit einer kleinen erhöhten Terrasse und gemütlichen Gaststuben, wirkt die Weinstube Huber einladend.
Was mich jedoch sofort beeindruckte, war etwas ganz anderes.
Noch bevor ich den Wirt zu Gesicht bekam, wurde ich beim Betreten des Lokals von anderen Gästen freundlich begrüßt. Sie erklärten mir ganz selbstverständlich, wo ich Platz nehmen könne und dass der Wirt sicher gleich kommen würde. Vermutlich Stammgäste. Diese Herzlichkeit war nicht gespielt, nicht aufgesetzt. Das nennt man ganz einfach Gastfreundschaft. Eine Begegnung, die man heute nicht mehr überall erlebt und die viel über die Menschen hier erzählt.

Ich nahm auf der Terrasse Platz, bestellte ein Getränk und studierte die Speisekarte. Die Weinstube setzt auf klassische bayerische Wirtshausküche mit einer feinen mediterranen Note. Aufgrund einer Empfehlung entschied ich mich für ein Schnitzel Wiener Art mit Kartoffelsalat.
Klingt zunächst unspektakulär. 
Doch manchmal steckt die wahre Kunst eben in den einfachen Dingen und der Kartoffelsalat wurde mir von der Seniorchefin empfohlen. 
Ich liebe Kartoffelsalat und da konnte ich nicht widerstehen und hoffte nicht enttäuscht zu werden. Als das Schnitzel serviert wurde, war sofort klar: Hier versteht jemand sein Handwerk. Das Fleisch war schön dünn geschnitten bzw. geklopft,  und deutlich größer, als man es erwarten würde. Genau so, wie man sich ein gutes Schnitzel Wiener Art wünscht.

Begeistert hat mich die Panade. Goldbraun, luftig und herrlich knusprig, mit diesen feinen Wellen und kleinen Luftpolstern, die zeigen, dass das Schnitzel fachgerecht ausgebacken wurde. Jeder Bissen hatte genau den richtigen Knusper, während das Fleisch zart und saftig war. Für mich war dieses Schnitzel perfekt.

Und dann war da noch der Kartoffelsalat! 

Dieser Kartoffelsalat lebt von dem, was ihn ausmacht: hervorragende Kartoffeln  mit vollem Eigengeschmack.
Abgeschmeckt mit einer angenehm frischen, dezenten Säure, das die Kartoffeln nicht überdeckt, sondern sie glänzen lässt. Die Würze in der richtigen Balance machte ihn so gut. Wäre da nicht das stattliche Schnitzel gewesen, hätte ich ohne zu zögern noch eine zweite Portion bestellt, auch auf die Gefahr hin, daß mein Gürtel kapituliert hätte.

Was heute als beliebte Gaststätte weit über Hebrontshausen hinaus bekannt ist, begann einst als kleine Weinstube mit ausgewählten Weinen und bayerischen Schmankerln. Über die Jahre entwickelte sich daraus ein Familienbetrieb, der bis
heute von dieser Idee lebt: gute Produkte, ehrliche Küche und eine Atmosphäre, in der sich die Gäste wohlfühlen.


Seit jeher spielen ausgewählte Weine eine besondere Rolle im Haus. Ob Franken, Rheinhessen, Österreich oder Italien, hier wird mit Bedacht ausgewählt. Gleichzeitig bleibt die Weinstube fest in der Holledau verwurzelt. Denn neben den edlen Tropfen gehören selbstverständlich auch die süffigen Biere aus der Schlossbrauerei Au zum Angebot

Vielleicht ist genau diese Mischung das Erfolgsrezept der Familie Huber: Tradition bewahren und den Gästen immer das Gefühl geben, willkommen zu sein. Die Weinstube Huber ist weit mehr als ein Ort zum Essen. Sie ist ein Treffpunkt für Menschen, ein Stück gelebte Dorfkultur und ein wunderbares Beispiel dafür, warum unsere Wirtshäuser so wichtig für das gesellschaftliche Leben in der Region sind.

Mein Fazit: Hier trifft bodenständige Wirtshauskultur auf echte Gastfreundschaft.
Als ich mich verabschiedete, sagte Florian Huber ganz selbstverständlich: „Bis zum nächsten Mal.“ … und das war keine Floskel, sondern vermutlich einfach Erfahrung.

Eine Woche später!

Exakt eine Woche später führte mich mein Weg tatsächlich noch einmal in die Weinstube Huber. Diesmal entschied ich mich für ein auf der Haut gegrilltes Bachsaiblingsfilet mit Petersilienkartoffeln und einem kleinen, gemischten Salatteller. Etwas mediterranes Gemüse als zusätzliche Beilage.

Auch dieses Gericht konnte überzeugen. Der Salat war knackig frisch, hervorragend angemacht. Das Bachsaiblingsfilet war saftig und fein im Geschmack, das Gemüse mit noch leichtem Biss. Ein weiterer Beweis dafür, dass in der Küche mit Sorgfalt gearbeitet wird. Zum Abschluss bestellte ich mir einen Espresso, der liebevoll serviert wurde. 

Am Nebentisch saß ein Ehepaar, das eigens mit dem Fahrrad knapp 50 Kilometer nach Hebrontshausen gefahren war, ganz bewusst mit der Weinstube Huber als Ziel. Beide kennen das Haus seit Jahren und schwärmten von der Küche und der herzlichen Atmosphäre. Solche Begegnungen bestätigen zusätzlich.

Zum Schluss möchte ich mich herzlich bei den Followerinnen und Followern meiner Facebook-Seite „Heimat Holledau“ bedanken. Ohne eure zahlreichen Empfehlungen wäre ich vielleicht nie auf dieses Wirtshaus aufmerksam geworden.

Und eines kann ich euch schon jetzt versprechen: Die nächste Wirtshaus-Empfehlung aus unserer schönen Holledau wartet bereits auf meinen Besuch. Auf bald wieder!

Kontakt
Weinstube Huber
Florian Huber
Landshuter Straße 1
84104 Hebrontshausen
Tel.: 08754 659

Ausführliche Informationen über die Webseite.

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